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Martin Herdina und Philipp Breuss-Schneeweis

„Wir verknüpfen die reale Welt mit digitalen Inhalten.“


Es war Ende 2008, als Mag. Philipp Breuss-Schneeweis die weltweit erste Augmented Reality (AR) App für Endkunden veröffentlichte. Damals löste er damit international einen kleinen Hype aus. 2009 gründete er die Wikitude GmbH, in die Martin Herdina 2010 als Geschäftsführer einstieg. Der Hype hält bis heute an und ist so groß wie nie zuvor.

Augmented Reality – das ist erweiterte Realität, eine Verknüpfung von realer Welt mit digitalen Inhalten. Die Projekte von Wikitude reichen von Filmplakaten, die durch eine Handykamera plötzlich „lebendig“ werden, bis hin zu digitalen Assistenzsystemen für Techniker, die Serviceanweisungen direkt mit der Industrieanlage verknüpfen. „Wikitude war im Bereich AR schon extrem früh auf dem Markt. Es gelang uns mehrmals, mit innovativen Ideen und neuartigen Lösungen zu punkten. So sind wir eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der mobilen AR geworden. Wir gestalten einen Markt mit, der milliardenschwere Investments anzieht und enormes Zukunftspotenzial hat“, sagt Breuss-Schneeweis. Derzeit sind 27 Mitarbeiter in den Büros in Salzburg, Niederösterreich, China und den USA tätig. Das Unternehmen schreibt heute – trotz eines geringen Startkapitals – siebenstellige Umsatzzahlen und bedient über 3.500 Kunden. Zusammengearbeitet wird sowohl mit kleinen Entwicklerbuden als auch mit den ganz Großen. Bei diesen Kooperationen liefert Wikitude die AR-Basissoftware, mit der die Partner die AR-Lösungen umsetzen.

Kreativ, innovativ, „augmented“

Als bisher größten Erfolg bezeichnet Martin Herdina die Entwicklung des Unternehmens zu einer B2B- Company. „Wir haben den Schritt von einer Endkunden-App mit enormer Bekanntheit – jedoch ohne Geschäftsmodell – hin zu einem weltweit führenden Anbieter von AR-Software geschafft“, so der Geschäftsführer. Unter den Firmenreferenzen finden sich Apps für die Olympischen Spiele, Wimbledon und die Australian Open. Sogar MediaMarkt setzt den Wikitude-Baukasten kommerziell ein. Endkunden in 15 Ländern können ihren Prospekt durch eine Kamera „zum Leben erwecken“: Sie können erweiterte Produktinformationen in Form von Videos abrufen oder über das TV-Gerät im eigenen Wohnzimmer als 3-D-Modell betrachten. Wikitude möchte in Zukunft seine Technologie noch breiter zum Einsatz bringen und arbeitet gegenwärtig an einer Reihe von strategischen Partnerschaften. Dazu Herdina: „In drei Jahren möchten wir hunderten Millionen Anwendern in verschiedensten Bereichen einen konkreten Mehrwert durch AR bieten.“
www.wikitude.com

Fotografiert wurden Philipp Breuss-Schneeweis und Martin Herdina von Volker Wortmeyer aus Salzburg, der sich neben der Architektur auch der Fotografie verschrieben hat.


„Wir verknüpfen die reale Welt mit digitalen Inhalten.“

 

Fotograf: Volker Wortmeyer
www.wortmeyer.at