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Romy Sigl

„Wir haben uns als Innovationstreiber positioniert.“


Keine Kompromisse eingehen, sie will immer alles. Ihr Facetten-Reichtum zeigt sich schon im Ausbildungsweg von Mag. (FH) Romy Sigl, Gründerin von Coworking Salzburg: musisches Gymnasium, im Anschluss HTL für Hochbau und Studium Design- und Produktmanagement an der FH Salzburg. Daher war ihr auch ihr klassischer Job als Design- und Markenberaterin bald zu wenig. Aus dieser Unzufriedenheit entstand mit viel Pioniergeist 2012 der erste Coworkingspace Salzburgs.

„Ich habe in Berlin-Kreuzberg den Coworkingspace Betahaus gesehen und wusste, dass ich genau das machen möchte“, erzählt Sigl. Auf 360 m2 schaffte sie daher im Salzburger Techno-Z einen Ort, wo Einzelunternehmen, KMU und Start-ups verschiedenster Branchen gemeinsam selbstständig arbeiten. Die Vorteile? „Neben günstigem und flexiblem Büroraum steht vor allem der wertvolle Austausch untereinander im Vordergrund. Das gibt Gelegenheit, Ideen zu bündeln und Kooperationen zu bilden, denn Talente ziehen Talente an“, ist Sigl überzeugt. Das ist nicht nur für die Coworker ein Gewinn, auch die Kunden profitieren davon, wenn Experten anderer Branchen schnell zur Hand sind. Ausgestattet mit Meetingraum, Open Space, Team-Büros und Event-Bühne sei Coworking Salzburg der ideale Platz für kreative Köpfe. „Ein Start-up zeichnet sich durch innovative Ideen aus, auch wenn oft noch nicht klar ist, wohin der Weg führt. Dazu braucht es schon Mut, denn es bedeutet hopp oder dropp“, sagt Sigl. Den Leuten werde es immer wichtiger, sich die Zeit selbst einzuteilen, das sei wertvoller als Geld und andere materielle Dinge, ist sie überzeugt. Auch diesem Trend kommt das Coworking-Modell entgegen. Als wichtige Voraussetzungen fürs Coworking nennt Sigl Offenheit für Feedback und aus den Fehlern anderer zu lernen. „Wichtig sind Kommunikation und Begeisterung für das, was man tut“, betont sie.

Engagement auf internationaler Ebene

Viele gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten geben den Coworkern Gelegenheit zum Austausch. Veranstaltet werden auch Vernetzungsreisen wie etwa das Coworking-Camp in Ägypten oder Start-up-Workshops. Die Community umfasst derzeit rund 120 Personen aus 13 Nationen und neun Sprachen. Sigl engagiert sich regional wie international für Start-ups, deren Ziel nicht Gewinnmaximierung, sondern volkswirtschaftliche Standortförderung ist. Dafür wurde Coworking Salzburg vom amerikanischen Außenministerium 2016 zu einem Innovationsaustausch und zur Teilnahme am „Global Entrepreneurship Summit“ mit Barack Obama und Mark Zuckerberg eingeladen. Im Moment hat die Entwicklung einer App höchste Priorität, um das Konzept von Coworking für andere Unternehmen zugänglich zu machen und Ressourcen und Arbeitskraft sinnvoll zu nutzen. Wohin die Reise führt? „In drei Jahren sind wir das AirBnB für Schreibtische“, hat Sigl die Antwort.
www.coworkingsalzburg.com

Romy Sigl wurde fotografiert DI (FH) Alexander Hoerner.


„Wir haben uns als Innovationstreiber positioniert.“

 

Fotograf: Alexander Hoerner
www.alexhoerner.com